Tanz der Kulturen

Zum 5. Mal »Getanzte Brückenschläge in Berlin«

Das internationale Tanzfestival »Tanz der Kulturen« findet dieses Jahr vom 2. bis 8. November in ver­­schiedenen Bezirken Berlins statt. Eine Woche lang bietet der Verein »Tanz der Kulturen Berlin e.V.« ein vielseitiges Workshop- und Seminarprogramm für Laien und Profis an. Höhepunkte des Festivals sind der »Abend der Tänze« und der »Kinder & Familientag« in Kooperation mit dem SOS Kinderdorf Berlin-Moabit.

Kommunikation und Integration
Der Dialog jenseits einer gemeinsamen Sprache, die Schaffung einer Plattform für die diversen Kulturen und ihre Tänze in Ber­lin, die Integration von Senioren und behinderten Menschen durch Tanz, das sind Ziele, die sich der Verein »Tanz der Kul­turen Berlin e.V.« auf die Fahnen geschrieben hat. Mehmet Ballikaya, der Gründer und Vorsitzende des Vereins, kann den Wert der Tanzes als Mittel der Verständigung, wenn die gemeinsamen Worte fehlen, aus eigener Erfahrung beschreiben: »Als ich 1997 aus der Vartu in der Osttürkei nach Ber­lin kam, sprach ich kaum ein Wort Deutsch. Durch Körpersprache und Bewegungen konnte ich mit anderen kommunizieren und so erste Kontakte aufbauen. Tanzen ist für mich eine universelle Sprache.«

Mitmach-Angebote für Anfänger und Könner
Ein Workshop-Programm mit rund 30 verschiedenen Angeboten bietet Tanzinteressierten die Möglichkeit, unter Anleitung von Profis in die verschiedenen Tanzstile hinein zu schnuppern oder ihr Können zu vertiefen. Die Kurse, die teilweise kostenlos angeboten werden, finden in verschiedenen Tanzschulen und Ateliers und der Naunynritze in Kreuzberg statt. »Tanz mit Senioren« und »Tanz mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen« tragen dem besonderen Bemühen des Vereins um Senioren und Behinderte Rechnung. Zwei Seminare wenden sich an ein Fachpublikum, wie Tanzpädagogen und Therapeuten. Vom argentinischen Tango über Tribal Fusion und Street Dance bis hin zu Modetänzen aus den Jahren 1900-1920 bieten die Workshops für jeden Geschmack, für jedes Können und für jede Altersgruppe ein passendes Angebot. Bei vielen Kursen wird keine Kursgebühr erhoben. Eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich. Eine Übersicht der Angebote finden Sie hier.

Schwierige Finanzlage
Die Organisation des einwöchigen Festivals lag in den Händen eines kleinen ehrenamtlichen Teams um Mehmet Ballikaya. Als große Herausforderung hat sich für die Veranstalter dieses Jahr die Finanzierung des Projekts dargestellt. »Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation sind einige treue Sponsoren abgesprungen, alle Förderanträge wurden abgelehnt. Aber trotzdem haben wir uns nie ernsthaft die Frage gestellt, nun alles hinzuwerfen«, so Katharina Knop, die Projektassistentin des Festivals. Nun hoffen die Organisatoren, wenigstens die Unkosten durch die Eintrittsgelder für den« Abend der Tänze« zum Teil decken zu können. Die Einnahmen aus den Workshops kommen nämlich gänzlich den Kursleitern zu Gute. Trotz des Geldmangels wird es auch nächstes Jahr wieder einen »Tanz der Kulturen« geben. Der Verein ist darum bemüht für 2010 Sponsoren und Förderer zu finden. Hoffentlich mit Erfolg, denn für viele Tanzaktive ist der »Tanz der Kulturen« nach fünf Jahren zum festen Bestandteil der kulturellen Palette Berlins geworden.

 

Pressekonferenz

Der Verein »Tanz der Kulturen Berlin e.V.« veranstaltete am 20. Oktober um 17.30 Uhr zur Pressekonferenz in den HUB Berlin, Erke­lenz­damm 59-61, 10999 Berlin (Elisabethhöfe, Portal 1, 3. OG) ein. Die Organisatoren informierten über das bevorste­hende Festival und den Verein. Daneben gab es einen tänzerischen Vorgeschmack auf den »Tanz der Kulturen« 2009.

Kontakt
Tanz der Kulturen Berlin e.V.
Anette Biehl
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030-707 195-295
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

   

Abend der Tänze

06/NOV/2009/20 h
Universal Hall,
Gotzkowskystraße 22, 10555 Berlin

Einen Abend lang entfaltet sich die ganze kulturelle Bandbreite des Festivals mit einem Programm, das von 17 verschiedenen Tanzgruppen gestaltet wird, die nahezu ebenso viele Tanznationen präsentieren. Rund 120 Tänzerinnen und Tänzer wirken mit. Neben den populären Klassikern wie Bollywood und Bauchtanz werden dem Publikum auch einige Exoten angeboten: Hulatanz aus Hawaii und Mbalax aus Westafrika seien hier genannt. Volkstänze aus verschiedenen Regionen, Streetdance und Hip Hop, südamerikanische Tänze und viele weitere Stilrichtungen machen den Abend zu einer runden Sache für jeden Geschmack und jedes Alter. Möglich gemacht wurde der »Abend der Tänze« nicht zuletzt durch die Unterstützung der Botschaften von El Salvador, Bolivien, Mexiko und Südkorea, das Bulgarische und Ungarische Kulturinstitut, das Polnische Kulturhaus, das Chinesische Kulturzentrum und den Russisches Theater Dialog Club. Der »Abend der Tänze« findet am 6. November ab 20 Uhr in der Universal Hall in Berlin-Moabit statt. Karten sind im Vorverkauf erhältlich.

   

Kinder & Familientag im SOS-Kinderdorf

08/NOV/2009/14 h
SOS-Kinderdorf,
Waldstraße 23/24, 10551 Berlin

Die Förderung des Tanznachwuchses und die nächste Generation der Tanzbegeisterten stehen im Mittelpunkt des Kinder & Familientages, der bereits zum wiederholten Mal in Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf Berlin-Moabit stattfindet. Am Sonntag werden die jungen Künstler aus den Proberäumen auf die Bühne geholt und präsentieren ihr Können im Rahmen einer selbst gestalteten Choreographie. Dagmar Becker, die Leiterin des Bereichs Familienbildung im SOS-Kinderdorf, betont den Wert der Kooperation mit dem Verein als »ermutigende Möglichkeit mit dem interkulturellen Dialog fortzufahren«.

Unser Programm wird mit dem Tanzstudio Vivace und mit den eigenen Gruppen des SOS Kinderdorf e.V. gestaltet. Mehmet Ballikaya erarbeitet mit den Teilnehmern lateinamerikanische Tänze, z.B. Merengue, Bachata und Salsa, sowie anatolische Tänze im kurdischen und türkischen Stil.

   

Tangoball 07/NOV/2009/20 h

Polnisches Kulturhaus, Potsdamer Straße 63, 10785 Berlin

Die Geschichte des Tango Argentino beginnt am Río de la Plata. Im Großraum Buenos Aires und Montevideo trafen am Ende des 19. Jhdt die verschiedensten Völker und Kulturen aufeinander. Aus vielen unterschiedlichen Kulturen ist der »Tango Argentino« entstanden. Der Tangoball am Samstag, den 07.11.09 im polnischen Kulturhaus bietet eine Möglichkeit, mit dem interkulturellen Dialog, den das Zentrum mit seiner Arbeit als Ziel verfolgt, fortzufahren. Das polnische Kulturhaus Berlin Schöneberg freut sich deshalb sehr auf eine Kooperation mit dem Verein »Tanz der Kulturen Berlin e.V.«.

Tangoball in Zusammenarbeit mit Tangoloft

Seit sieben Jahren betreibt Henning Klose zusammen mit Mona-Isabelle jedes Wochenende das Tangoloft, eine Milonga für Argentinischen Tango. Unter der Woche finden in dem Raum Kurse und Workshops statt. Das Tangoloft ist dem modernen Tango im Tanzstil als auch in der musikalischen Auswahl sehr aufgeschlossen und fördert alle neuen Bereiche.

So können wir uns heute Abend auf Musik aus allen Bereichen des
Tango argentino, Neotango und Non-Tango freuen!